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Letzte Aktualisierung:

1.1.2013

VOLKMAR WEISS
Der Psychohistoriker

A psychohistorian

Beiträge zur biologischen und sozialen Evolutionsforschung

Aktuelles:

Neu: Volkmar Weiss: Die Intelligenz und ihre Feinde: Aufstieg und Niedergang der Industriegesellschaft. Graz 2012.

Dazu eine Erklärung:

Das Sarrazin-Erfolgsbuch - inwieweit ein Plagiat?

Als Sarrazin Ende August 2010 sein Buch "Deutschland schafft sich ab" herausgebracht hatte, kamen Kollegen und Bekannte auf mich zu und gratulierten mir. Denn für jedem, der mein Buch "Die IQ-Falle: Intelligenz, Sozialstruktur und Politik" (Graz: Stocker 2000) kannte, stand außer Zweifel, daß Sarrazin sich in beträchtlichem Umfang auf meine Vorleistung gestützt hatte. Sarrazins eigene Zutaten waren sein Stil, sein Antiislamismus und einige neuere Statistiken, wie die Entsprechung von IQ-Testwerten und PISA-Ergebnissen, die er aus Sonderdrucken kannte (eigene Veröffentlichungen nach 2000 und Arbeiten Dritter, die er in seinem Buch dann alle ausführlich zitiert hat - die Autoren möge man erraten), die ich ihm 2009 nach seinem Interview in "Lettre International" ohne Begleitschreiben an seine Dienstadresse in Frankfurt am Main geschickt hatte. Dafür erwartet man keine Erwähnung oder gar ausdrücklichen Dank, wenn es der sachlichen Richtigkeit und Aufklärung einer breiteren Öffentlichkeit dient.

Den logischen Aufbau eines Vorgängerbuches zu übernehmen, ohne dabei seitenweise wörtlich abzuschreiben, das gilt nicht als Plagiat im engeren Sinne, wenn man sich zu der Vorlage bekennt. Sarrazin erwähnt und zitiert ja auch mein Buch, sogar an mehr Stellen, als sein Register am Schluß ausweist. Als Frank Schirrmacher ihn am 1.10.2010 bei einem Interview für die FAZ auf den Kopf zu fragte, welche Vorleistung Volkmar Weiss für ihn tatsächlich erbracht hat (da seine Zitierungen diesen Anteil eher herunterspielen), hielt Sarrazin es für opportun, statt nun der Wahrheit die Ehre zu geben, den Anteil zu leugnen und gar von "betrüblichen Verirrungen" meinerseits zur sprechen. Das empört mich, mußten doch in dem Moment in seinem Kopf  Texte gegenwärtig sein, die sich wie eine Zusammenfassung seines Buch lesen, nur daß sie von mir schon ein paar Jahre früher veröffentlicht worden waren. Auf der einen Seite also ein SPD-Politiker, der Millionen mit einem Buch scheffelt, dessen Quellen er zu verdunkeln sucht, auf der anderen Seite ein Wissenschaftler, der sich über seine Rolle im Hintergrund amüsieren könnte, wenn er von dem von ihm profitierenden Großverdiener nicht auch noch in eine Ecke gestellt würde. Für die Massenmedien scheint aber eine solche Rollenverteilung eine selbstverständliche zu sein, gegen die man sich nicht wehren darf. Was ich dennoch mit dieser Erklärung versuche.

Andreas Kemper stellt darüber hinaus in dem Kapitel "Die deutschsprachigen Quellen Sarrazins" in dem Buch "Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz. Von Galton zu Sarrazin" eine direkte Verbindungslinie zwischen Sarrazins  Buch, "Der IQ-Falle"  und dem Bestseller "The Bell Curve" her und triftt damit den Nagel auf den Kopf.  Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, daß ich 1995 anfangs die Absicht hatte, die ersten drei Kapitel der Bell Curve nur zu übersetzen und das vierte, sehr auf amerikanische Verhältnisse zugeschnittene, Kapitel wegzulassen. Erst die Lizenzverweigerung des Verlags der Bell Curve für eine so gekürzte deutsche Übersetzung und eine Ermutigung durch Hans-Jürgen Eysenck - "Sie können das!" -  führte bis 2000 zu meinem eigenen Buch, das Sarrazin hocherfreut irgendwann im Jahre 2008 in die Hände bekommen hat.

Inzwischen arbeitete ich schon längst wieder an einem viel tiefgründigeren Werk, das 2012 unter dem Titel "Die Intelligenz und ihre Feinde" erschienen ist. Während Sarrazin es um Deutschland ging, geht es bei mir um die Zukunft der Industrieländer insgesamt. Wo Oswald Spengler 1923 im "Untergang des Abendlandes"  in blumenreichen Analogien schwelgte, findet man bei mir zwingende Sachlogik und Statistik.

2. Auflage, überarbeitet und erweitert: Volkmar Weiss: Das Tausendjährige Reich Artam: Die alternative Geschichte der Deutschen 1941-2099.

Themen:

  • Die Deutsche Zentralstelle für Genealogie (DZfG) in Leipzig
  • Genetik des IQ, Differentielle Psychologie
  • Kurzzeitgedächtnis, EEG, Kodierungsprinzip des Gehirns, Quantencomputer
  • Begabung, Hochbegabung, Kreativität
  • Bildungssoziologie, Analyse der PISA-Studie
  • Sozialgeschichte, Soziale Mobilität, repräsentative Stichproben
  • Landesgeschichte Sachsen, Agrargeschichte
  • Historische Demographie, Bevölkerungsgeschichte
  • Ortsfamilienbücher, Familienrekonstitution, lokale Geschichte
  • Genealogie, Ahnenlisten, Müllerfamilien
  • Arischer Ahnenpaß, Nationalsozialismus - Einwanderung
  • Zwillingsforschung
  • Populationsgenetik, Inzucht, Isonymie, Familiennamenhäufigkeiten
  • Leistungssport, Eignungsdiagnose, Heritabilität
  • Physische Anthropologie, Genetische Analyse quantitativer Merkmale
  • Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftssoziologie, Innovationsforschung
  • Rebhuhn Perdix perdix
  • Flora Leipzigs, Neophyten, Senecio inaequidens
  • Das Buch: Die IQ-Falle: Intelligenz, Sozialstruktur und Politik

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  • Die geistigen Mistkäfer der Wissenschaft

  • Liste meiner am häufigsten zitierten Publikationen. Stand 31.12.2011